Johann Gebhart , Ludwig Bechstein
Der stumme Büßer zu Ossiach
Cover
Unabridged
3 minutes
Some articles contain affiliate links (marked with an asterisk *). If you click on these links and purchase products, we will receive a small commission at no extra cost to you. Your support helps to keep this site running and to continue creating useful content. Thank you for your support!
Es war um 1080, an einem stürmischen Herbstabend, als ein Pilger an die Pforten des Klosters zu Ossiach pochte und in der Zeichensprache eines Stummen um Einlass bat. Der Pförtner ließ den Gast eintreten, man reichte ihm Abendbrot und wies ihm ein Nachtlager an. Als man aber am Morgen erwartete, der Fremdling werde seinen Weg fortsetzen, flehte er mit Gebärden den Abt Teucho an, im Kloster bleiben zu dürfen. Zögernd willigte der Abt ein; aber nur zu den Diensten eines Knechtes konnte er den Stummen verwenden. Willig fügte sich dieser in seine armselige Stellung und verblieb im Kloster; geduldig, fleißig und bescheiden wie wenige, erwarb sich der stumme Knecht die Zuneigung aller. Im neunten Jahre aber erkrankte er schwer und fühlte, dass sein Ende nahe bevorstehe.
Lismio