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Reformation, damit verbinden wir Ablassstreit, Thesenanschlag, schließlich die Abspaltung der Anhänger Martin Luthers vom Glaubenskanon der römischen Kirche. Doch jetzt liefert der Historiker Volker Reinhardt einen neuen Blick auf die Geschichte. Die Reformation, behauptet er in seinem Buch Luther, der Ketzer, war weniger die Folge theologischer Differenzen als vielmehr die Konsequenz einer von Hass und Unverständnis geprägten jahrzehntelangen Auseinandersetzung zwischen kultivierten Römern und barbarischen Deutschen . Nicht Luther stand am Anfang, sondern ein tiefes gegenseitiges kulturelles Unbehagen. War die Kirchenspaltung also kein Bruch, sondern ein Kontinuum zweier feindseliger Mentalitäten, an dessen Ende der Kraftprotz Martin Luther lediglich den Ausschlag gab? War sie letztlich ein bis heute nachwirkendes Missverständnis? Es diskutieren: Prof. Dr. Volker Leppin (Kirchenhistoriker an der Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Tübingen), Prof. Dr. Volker Reinhardt (Historiker für die Geschichte der Neuzeit an der Universität Fribourg/Schweiz) und Prof. Dr. Eva Schlotheuber (Historikerin am Institut für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Düsseldorf)