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Die Moritaten des Malers Michael Hutter erzählen die heldenhaften und erotischen Abenteuer des fahrenden Sängers Melchior Grün. Seine haarsträubenden Erlebnisse mit verderbten Nonnen, singenden Pilzen, tierlieben Prinzessinnen, impotenten Zauberern, garstigen Aliens und vieles mehr ... Morbide Phantastik, maliziöser Witz und bizarre Erotik verbinden sich in diesen Geschichten zu abgründigen, anarchischen Märchen und lassen die Hörer eintauchen in traumhafte und alptraumhafte Welten, voller ebenso lustvoller wie böser Überraschungen. Bis ins 20. Jahrhundert hinein waren sie auf den Straßen und Jahrmärkten unterwegs – die Moritatensänger, die, begleitet durch Instrumente wie Harfe, Drehorgel oder Violine, von schauerhaften Geschehnissen erzählten. Oft hatten die Lieder einen wahren Kern, immer aber eine moralische Botschaft. Dieser Tradition hat sich auch Michael Hutter verschrieben. Entdeckt hatte der deutsche Künstler seinen Protagonisten bei der Recherche in einer Klosterbibliothek in einer aus dem Jahr 1459 stammenden Handschrift, in der von einem fahrenden Sänger namens Melchior Viridis die Rede war. Diese bildete den Grundstein für seine Erzählungen.