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Zwischen den verfeindeten Familien Montague und Capulet entflammt die Liebe zweier junger Menschen. Romeo und Julia begegnen sich auf einem Fest, erkennen einander als Seelenverwandte und schwören sich Treue. Heimlich lassen sie sich trauen und hoffen, die Fehde ihrer Familien zu überwinden. Doch ein hitziger Streit endet tödlich, Romeo wird verbannt und ein verzweifelter Plan soll die Liebenden wieder vereinen. Missverständnisse führen zur Katastrophe. Als Romeo Julia für tot hält, nimmt er sich das Leben. Julia erwacht, sieht den Geliebten leblos vor sich und folgt ihm in den Tod. Aus der Tragödie erwächst am Ende Versöhnung.
"Romeo und Julia" ist ein Ballett zur Musik von Sergej Prokofjew, komponiert in den Jahren 1935 und 1936 nach Shakespeares Tragödie. Die erste Bühnenaufführung fand am 30. Dezember 1938 in Brünn statt. Berühmt wurde das Werk durch die sowjetischen Produktionen der frühen 1940er Jahre, insbesondere Leonid Lawrowskis Fassung in Leningrad mit Galina Ulanowa als Julia. Von dort aus trat das Ballett seinen Siegeszug auf die internationalen Bühnen an. Prokofjew stellte aus der Partitur mehrere Orchester- und Klaviersuiten zusammen, in denen sich lyrische Innigkeit, dramatische Zuspitzung und tänzerische Energie zu einer der prägendsten Ballettmusiken des 20. Jahrhunderts verbinden.